Häufige Fehler bei AdWords

Sein Produkt oder Dienstleistung schnell mal schalten mit Google AdWords Anzeigen und richtig verdienen ist vorbei. Wer Fehler macht beim Erstellen der AdWords Kampagne wird bestraft mit hohen Kosten. Vermeiden Sie häufige Fehler, wenn Sie Google Adwords selber machen.

Natürlich gibt es Hilfe und Sie können das selber machen. Im AdWords Konto gibt es sehr viele Hilfetexte zu lesen. Dazu zahlreiche Bücher und Online Tutorien. Am Ende stellt man fest, dass es viele viele Einstellungen und Parameter gibt, wofür einiges Fachwissen über Internet und Werbung vorliegen sollten.

Am meisten unterschätzt wird der Zeitaufwand im Management der Kampagnen. Diese Zeit kann man sich sparen mit einer AdWords Agentur, die hinter Ihnen steht!

Nachfolgend einige typische Fehler die immer wieder vorkommen.

Die häufigsten Fehler bei AdWords Anzeigen

Keine alternative Wege

Dieser Fehler wird von kaum einer AdWords Agentur oder SEA Experten erwähnt - was logisch ist, weil die mit dem Kampagnen-Management Geld verdienen. Bevor man eine AdWords Kampagne plant sollte geprüft werden, welche Alternativen gleiche Erfolgsquoten bieten.

Eventuell kann dafür ein Teil von dem Anzeigen Budget verwenden werden. Insgesamt sind die Resultate bei den Google Kampagnen "Tendenz fallend". Der Grund: Viele Werbekunden buhlen um den gleichen Kuchen und schrauben die Klick Preise hoch, mithalten können hier häufig nur noch große Unternehmen.

Beispiel:

Wenn es darum geht eine Google AdWords Paid-per-Click Kampagne aufzusetzen, dann werden oft alternative Wege ausgeblendet. Eventuell gibt es andere Werbeformen, wo man mit dem gleichen Budget gleiche Erfolge erzielt.

Sagen wir Sie geben 600.- EUR p.M. aus. Das sind 7.200.- EUR im Jahr. Für diesen Betrag können Sie Ihre Content-Strategie neu aufbauen. Texte, Inhalte, Claims und Aussagen zu Ihren Leistungen überarbeiten oder sogar kleine semi-professionelle Videos einsetzen. Alles mit den folgenden Vorteilen:

  • besser gefunden in den SERP's
  • eventuell mehr Soziale Empfehlungen
  • Kunden werden auf Ihrer Seite überzeugt
  • Immaterieller Wert, der länger Bestand hat

Wer dem Beispiel folgt, der wird sogar noch belohnt durch einen besseren Qualitätsfaktor (QF) vom Google AdWords Bot (s.u.) und zahlt weniger PPC (Pay-per-Click), weil Google will Internet User zu interessanten Angeboten lotsen.

Keine interessante Landingpage

Die Konkurrenz ist ein Klick weiter - deshalb hat die Webseite oder Landingpage höchste Priorität. Sobald der Benutzer auf Ihrer Webseite ist heisst es Ihn zu überzeugen von Ihrem Leistungsangebot. Geht der Kunde weg haben Sie eine höhere Absprungrate, was auch den Qualitätsfaktor (QF) bei AdWords beinflusst.

Beispiel:

Stellen Sie sich vor, Sie sehen eine Werbung für Möbel. Sie fahren zu dem Laden und sehen ein unattraktives Geschäft mit schmalen Angebot. Genauso ist das mit der AdWords Werbung. Wer auf Ihre Anzeige klickt sollte auf eine interessante Webseite mit guten Content geleitet werden. Diese sogenannte Landingpage ist eine weitere Hürde zu einer erfolgreichen Konversion (Conversion Rate). Es ist sinnvoll hier Informationen benutzerfreundlich aufzubauen.

langweilige Landingpage schlechte Konversion

Keine Einschränkung der Schlagwörter

Google will Geld verdienen - richtig viel! Wenn Sie die Keyword mit Übereinstimmung "weitgehend passend" bestimmen, haben Sie sehr große Streuverluste mit Schlagwörtern, die keine Suchanfragen Ihrer Zielgruppe darstellen.

Beispiel:

Nehmen wir an Sie sind ein Orthopäde in München und nehmen das Schlagwort "Orthopäde" mit der Option "weitgehend passend". Dann wird Ihre Anzeige geschaltet bei den Suchwörtern.

  • Das Fachmagazin Orthopäde
  • Orthopäde Stuttgart
  • Medizinbedarf Orthopäde

Man kann bei den Suchanfragen vermuten, dass es sich nicht um Patienten handeln wird, die einen Orthopäden in München suchen. Daher am Anfang besser "genau passend" als Keyword Option bestimmen und relevante Schlagwörter (-gruppen) suchen.

 

Die Taktik lautet kurz so: Vom Kleinen zum Großen.

Google AdWords Konto bietet es aber anders herum an in den Voreinstellungen, denn so werden mehr Klicks generiert. Besonders wenn das Budget reduziert kann es sinnvoller sein, besser die Zielgruppe anzuvisieren.

Keine getrennten Kampagnen

Alle Schlagwörter in eine Kampagne zu stecken ist eine schlechte Idee und hilft dem weniger Fleißigen. Getrennte Kampagnen, Kampagnen Gruppen oder sogar Schlagwörter erscheinen sinnvoll aus Aspekten wie Anzeigentexte, Anzeigenveraltung, Erfolgskontrolle.

Beispiel:

Nehmen wir an Sie haben einen Weinhandel. Für die Schlagwörter zu "französischen Weinen" und "italienienischen Wein" legen Sie getrennte Kampagnen an, wo Sie wieder nach Regionen Anzeigen-Gruppen anlegen können. So können Sie die Anzeigentexte an die Anzeige anpassen und auch Klickraten, Budget, Konversionen besser verwalten.

Insgesamt können Sie zielgerichteter arbeiten. Fangen Sie trotzdem so an: Ermitteln Sie alle Gemeinsamkeiten und gehen Sie dann in die Detail von den Einstellungen. Nicht manuell auf unterster Ebenen Einstellungen vornehmen. Das kommt später.

Keine Beschränkung

Wer neu einsteigt bei Google AdWords, vergisst schnell, dass Google Geld verdienen will mit vielen, vielen Klicks. Sie natürlich auch - aber leider als letztes, denn AdWords Kampagnen sind wie "Auktionen". Warren Buffet meint schon dazu, dass man Auktionen eher als Verlierer da steht. Auch wissenschaftliche Studien sehen den vermeintlichen Gewinner im Bietwettbewerb als Verlierer.

Daher achten Sie stets auf Ihr Budget und die Möglichkeiten der Beschränkung Ihrer Kampagne um die Kosten zu kontrollieren.

Beispiel:

Umsatzeinbruch, Rankingverlust, Geschmackswandel, schlechte Bewertungen. Der Geschäftsführer zieht nun die Notbremse. Sofort muss eine Lösung her auf "breiter Front". Da fällt wieder der 50.- EUR Gutschein von Google ein. Diese Strategie kostet aber bei AdWords richtig Geld was besser investiert wäre. Beschränken Sie zuerst Ihre Kampagne und weiten Sie diese schrittweise aus. Reduzieren Sie die Anzeigen Schaltungen auf Zielgeräte, Regionen, Sprachen, Uhrzeiten, Schlagwörter und kontrollieren Sie den Erfolg.

Kein Web Analytics

Vor allem Laien starten eine AdWords Kampagne ohne die Web Analytics Programme auf die Kampagnen URL's und Parameter abgestimmt zu haben. Damit entzieht man sich der Möglichkeit zu kontrollieren welche Kampagne am meisten bringt. Gründe liegen oft in mangelnden Kenntnissen Web Entwicklung oder man spart am falschen Ende.

Beispiel:

Der Freiberufliche Architekt startet eine AdWords Kampagne. Klicks werden ohne URL Parameter auf die Startseite geleitet.  Nach einigen Monaten gab es tausende Klicks aber keine qualitizierte Anfrage (Konversion). Das Problem was nun vorliegt ist vergleichbar bei Werbeanzeigen im Print Bereich. "Wer hat was wann und wo gemacht?" Das müsste nicht sein, denn bei richtiger Einstellung der Anzeigen und URL Parameter hat man diese Information vorliegen.

Früher nannte man das lapidar "Log Processing" aber mittlerweile sind erweiterte Programme mit vielen Funktionen, Aufgaben und Auswertungen dazugekommen, welche dem Management Aussagen geben sollen über den Online Erfolg. Dieser Fehler macht jeder, der nicht Web Entwickler ist. Weil man muss  URL, Parameter, Integration in den Webseiten verstehen. Hier sollten Sie auf jeden Fall eine Web Agentur beauftragen, die das abstimmt und testet.

URL Parameter für Kampagnen Tracking PIWIK

Kein Tracking der Konversionen

Mit welchem Schlüsselwort mache ich eigentliche welchen Umsatz oder habe die höchste Rate an Kontakt Anfragen? So könnte die Frage lauten bei Google AdWords Kampagenen.

Beispiel:

Nehmen wir an, Sie sind Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in München und schalten AdWords Kampagnen. Es ist dann nicht förderlich, wenn Sie Ihre eMail info@rechtsanwalt-.... überall zeigen und zu plakativ die Telefon Nummer*. Es ist besser, wenn Sie die Besucher auf ein Kontaktformular leiten, das ein Tracking Anzeigen Keywords ermöglicht. Anhand der Anzahl der erfolgreich abgesendeten Kontaktformulare kann man dann eher nachvollziehen welche Kampagne mehr Erfolg hat.

* Leider ein Zielkonflikt, den man abwägen sollte. Kleine Lösung: Telefon Nummer als Link machen im HTML Format: <a href="tel:+498912345678">089-12345678</a> und den Klick tracken. Alternativ eine Link "jetzt Anrufen".

Google hat das Problem erkannt und es gibt eine neue Lösung: Google vergibt eine temporäre virtuelle Telefon Nummer, welche sich auf Ihre Firmen Telefonnummer weiterleitet. Dadurch können Kontakte per Telefon zuverlässig als Konversion zugeordnet werden. 

Keine Berücksichtigung vom Qualitätsfaktor

Mit dem Qualitätsfaktor (Qualitätsfaktor Definition) bestimmt Google, in wiefern Ihre Werbeanzeige relevant ist zu dem Schlagwort. Einfach ausgedrückt: Google will Benutzer auch passende Anzeigen ausliefern um die "User Experience" zu erfüllen. Es ist einer der häufisten Dinge, die falsch gemacht werden, weil es Arbeit bedeuter die Webseite visuell, technisch und inhaltlich auf höchstes Niveau zu bringen. Viele Marketing Entscheider umgehen dann die Perfektionierung Ihrer Inhalte und schalten die Werbung, aber der Google AdWords Bot bewertet trotzdem die Zielseiten nach zahlreichen Signalen und Kriterien.

Beispiel:

Wer "Bergschuhe" sucht will keine Anzeige mit "Golfschuhen". Der Qualitätsfaktor (QF) wird dann bei 1 oder 2 liegen. Ist jedoch Ihre Webseite oder besser die Landingpage auf Bergschuhe ausgelegt, dann steigt der QF auf 6 bis 10 und damit auch was Sie als CPC (Cost-per-Click) zahlen.

 

Google AdWords Express und Google AdWords

Ein Fehler, der vor kurzem beobachtet wurde. Ein Kunde ruft an und meint er bekommt Abbuchungen von Google obwohl alle Kampagnen gestoppt wurden. Was war falsch gemacht? Es gab auch ein Google AdWords Express Konto von dem der SEA Betreuer nichts wußte. Bevor man als startet ist zu prüfen wer, wie und was wurde hinsichtlich SEA gemacht.

Keine Kontrolle der SEA Strategie

Viele SEA's oder Werbetreibende lassen irgendwann nach. Auch Marketing Entscheider verlieren den Fokus. Spätestens hier lauert die Kostenfalle. Legen Sie sich einen Plan zurecht und kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen was die Kampagne kostet und ob es Erfolge oder Ergebnisse bringt.

Lassen Sie sich nicht von Google verlocken mit zahlreichen Erweiterungen oder Vorschlägen noch mehr zu investieren. Weil im Prinzip stehen Sie nur in Konkurrenz mit anderen Werbern und dem Marktwachtum zu Ihrem Produkt und ob Sie die bessere Kostenkurve haben. Machen Sie irgendwelche Erweiterungen oder dehnen die Kampagne aus, ziehen die Konkurrenten nach und Sie sind in einer Google Spirale gefangen, während man andere Werbe Ideen gar nicht erwägt.

Fallbeispiel: In einem Projekt konnte festgestellt werden, dass die Anzeigen und Schlagwörter (Neu-Deutsch: Keywords) zu einem Umsatzwachstum (p.a.) führten. Soweit die gute Nachricht. Eine Analyse zeigte aber auf, das auf jeden EURO Umsatz lagen letztendlich 30 - 50% Click-Kosten. Dabei sind der Zeitaufwand und Kosten vom SEA Betreuer gar nicht eingerechnet.

Wie in vielen Fällen im Leben: Die Dosierung macht das Ergebnis - und das sollten Sie kritisch kontrollieren.

Überschätzen der Keywords und Suchhäufigkeit

Allgemein kommen laufend neue Keywords, Keyword Kombinationen (Longtail) dazu. Trotz diesen Veränderungen sollte man die Kampagne nicht auf "weitgehen passend" einstellen, vor allem bei knappen Werbebudget. Google Inc. als auch viele SEO Tools geben eine Häufigkeit der Suchen p.m. an.

Diese Zahlen sollten man kritisch sehen und auch die Menge nicht überschätzen. Zahlreiche Faktoren beeinflussen diese Werte bzw. Häufigkeiten wie z. B.

  • Automatisierte Bots, Robots
  • Manuelle Eingaben von SEA's, SEO's, Konkurrenten
  • Saisonale Schwankungen und daraus resultierend Fehler

Werden zu einem Keyword 800 Suchen pro Monat angezeigt, sollten Sie getrost die Zahl der potentiellen Kunden für dieses Schlagwort deutlich nach unten revidieren.

Platzierung der Anzeige

Spätesten seit dem die halbe Welt nur noch mobil "dattelt" sollte jedem AdWords Kunden klar sein, dass der Zielmonitor irgendwo bei 360 x 640 Pixel liegt. Nicht viel Platz oder? Ein Fehler hier ist, dass man zaghaft mit dem Gebot rein geht und irgendwo schlecht sichtbar seine Anzeige platziert.

Deshalb lieber gleich Platz 1 zu den besten Suchwörtern. Sie werden das an der Konversionrate sehen. In der Admin Konsole bei AdWors gibt es schöne Möglichkeiten dazu Ihr Angebot für den Werbeplatz dynamisch anzupassen.

Hilfe bei AdWords

Dei beste Hilfe bei AdWords ist sicherlich einige fundamentale Bücher zu lesen zum Thema SEO, Online Marketing, Pay-Per Klick Kampangnen. Einfach mal schnell mit ein paar Klicks (bzw. KLIGGS) Werbung machen funktioniert nicht, da Wettbewerber schon längst AdWords Agenturen, SEA Experten oder Internet Agenturen vertrauen.

Außerdem haben Konzerne und große Unternehmen in den letzten Jahren Ihre Online Marketing Abteilung erheblich ausgebaut. So erklärt sich auch, dass ein großer Versender nur für ein bestimmtes Produkt einen SEA Betreuer täglich ansetzt und die Kampagne perfekt aussteuert.

Fazit

Bevor eine AdWords Kampagne gestartet wird, sind folgende Checkliste auf jeden Fall zu prüfen:

  1. Die Webseite / Landingpage mit ansprechenden Content Design gestalten.
  2. Mobile First Strategie und mobil taugliche Inhalte.
  3. Tracking der Anzeigen Klicks auf der Webseite über die Webanalytics Programme (Piiwk, GoogleAnalytics)
  4. Tracking der Konversionen in Korrelation mit der Anzeige (Anzahl der Käufe oder Kontakte)
  5. Zielseite / Ziel URL existiert und wird nicht nachträglich durch Dritte geändert
  6. Zielseite ist inhaltlich interessant und abgestimmt auf die Anzeige
  7. Kleine AdWord Budget pro Monat bringen wenig

Es gibt sicherlich noch zahlreiche andere Fehler bei AdWords Kampangen die passieren können. Nach dem aber der Wettbewerb um die guten Plätze auch dort hart und teuer umkämpft ist sollte man sehr genau seine Strategie überdenken hinsichtlich der Resultate bei den Konversionen.